Da ist er nun, unser erster Doppelhaushalt für die Jahre 2026/27! Gefordert hatte die CDU-Fraktion diesen bereits mehrfach in den vergangenen Jahren! „Nur der jetzige Zeitpunkt passte uns anfangs nicht, da wir den zukünftigen Ratsleuten ab November 2026 die Möglichkeit der eigenen Gestaltung nicht nehmen wollten“, so Ingo Kroon, Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion. „Um wichtige, bereits in der Umsetzung befindliche Projekte nicht zu unterbrechen oder gar zu gefährden, ist dieser Schritt zum jetzigen Doppelhaushalt jedoch notwendig geworden. Mit diesem Haushalt tragen wir nicht nur die Verantwortung der kommenden zwei Jahre, sondern auch für Jahrzehnte. Wir treffen somit richtungsweisende Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen!“, führte Ingo Kroon weiter aus. „So dürfen wir trotzdem stolz auf das Erreichte sein! Ob Aus- oder Neubau von Kitas, Kindergärten, Schulen, Feuerwehrgerätehäusern, dem Rathaus, endlich auch wieder Straßen und weiterer wichtige Projekte – in Moormerland bewegt sich unglaublich viel! Wir stehen zu einhundert Prozent zu den Projekten, welche sich in der Planung oder auch bereits in der Umsetzung befinden!“
Der Finanzpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Malte Jacobi, betonte in seiner Haushaltsrede eben diese große Verantwortung. Es müsse wie immer auch die zweite Seite der Medaille beleuchtet werden! So mahnte er auch die hohe Priorität der zu generierenden Fördermittel an und auch die Notwendigkeit, zukünftig auch vermehrt auf die Einnahmenseite zuschauen. Nicht jedes Wunschprojekt könne immer gleich umgesetzt werden. Notwendigkeit, zeitliche Erfordernis und Finanzierung müssten immer kritisch hinterfragt werden! „Unsere Projekte verschlingen immense Summen, welche zu einer hohen Kreditaufnahme bzw. Verschuldung der Gemeinde Moormerland führen. Ein Mahnen muss also auch weiterhin erlaubt sein. Ja, wir haben den Doppelhaushalt in unserer Fraktion kontrovers, ausgiebig und sachlich diskutiert! Und ja, bei der zu erwartenden hohen Verschuldung in Höhe von ca. 70 Mio. Euro bis 2030 haben wir doch so unsere Bauchschmerzen“, so Malte Jacobi weiter. „Wir werden zukünftig noch mehr darauf achten müssen, erst einmal die derzeitigen Projekte vernünftig zum Abschluss zu bringen, bevor neue, teure Ideen in den Raum geworfen werden. Wir werden jetzt unbedingt wieder lernen müssen, Dinge erneut auf den Prüfstand zu stellen auch einmal „Nein!“ zu sagen! Dazu müssen wir hier und da auch mal klare Kante zeigen und unangenehme Entscheidungen treffen. Auch das gehört nun einmal zu unseren Aufgaben! Wir werden also auch Wege finden müssen, die Schulden auch wieder zurückzuzahlen! Denn auch geförderte Projekte verschlingen für die spätere Unterhaltung hohe Summen! Altlasten, wie z. B. Altgebäude müssen zeitnah verkauft werden!“
„Am Ende müssen wir aber auch Optimismus nach außen zeigen. Vieles ist gut, manches ist verbesserungswürdig! Wir haben nunmehr mehrfach gemeinsam gezeigt, dass wir, wenn es darauf ankommt, an guten Lösungen im Sinne unserer Bürger interessiert sind“, so das abschließende Statement von Ingo Kroon.





