CDU: Begrünte Dächer für Tiere, Pflanzen und das Klima

Juli 23, 2021

Pflicht zur Begrünung aller geeigneten öffentlichen Gebäude / Allgemeine Pflicht durch Bebauungspläne

Moormerland. Begrünte Dächer wirken wie ein Luftfilter. Sie binden Feinstaub, sie reduzieren den Kohlendioxid-Anteil in der Luft, bieten Lebensraum für Tiere und Pflanzen, sie nehmen überschüssiges Regenwasser auf und wirken so wie ein Rückhaltebecken und verhindern dadurch Überschwemmungen. Gründächer sparen außerdem Energie durch Wärmedämmung. Der vielfältige Nutzen von begrünten Dächern ist lange bekannt. In vielen größeren Städten werden sie deshalb gefördert oder vorgeschrieben.

Ihre Wirkung tun Gründächer aber nicht nur in Ballungszentren, sondern auch in Wohn- und Gewerbegebieten abseits der Städte. Die CDU Moormerland möchte deshalb alle bestehenden geeigneten Flächen auch von der Gemeinde fördern lassen. In Bebauungsplänen müsse zukünftig eine Begrünung von Flachdächern vorgeschrieben werden. „Unser Ansinnen ist es außerdem, dass alle öffentlichen Gebäude auf ihre Eignung für Gründächer überprüft und wo möglich verpflichtend bepflanzt werden“, sagte der Vorsitzende der CDU-Gruppe im Gemeinderat, Dieter Baumann.

Eine fachmännisch ausgeführte Dachbegrünung schaffe einen ökologischen Ausgleich, der für Natur-, Insekten- und Umweltschutz von enormer Wertigkeit sein könne. Dieter Baumann: „Wir sollten deshalb allen einen finanziellen Anreiz bieten, die der Natur auf ihren bestehenden Haus- und Garagendächern einen Platz geben wollen.“

Hausbesitzer selbst hätten auch ganz persönlich Vorteile durch ein begrüntes Dach. Es wirke sich positiv auf das Raumklima der Wohnräume aus. Die Verdunstung durch die Pflanzen sorge im Sommer für Kühlung, im Winter hingegen wirke der Gründachaufbau als Wärmedämmung. „Über den Naturschutz hinaus können Hauseigentümer damit Energiekosten fürs Heizen sparen“, so Dieter Baumann.   

Übrigens sei auch bei einer Dachbegrünung noch die Möglichkeit der Installation von Solaranlagen vorhanden. Ideal sei natürlich, beides zu nutzen, so Baumann.