Moormerland, Juni 2026 – Der Sozialausschuss der Gemeinde Moormerland hat die Kindertagesstätte „Veenmäuse“ besucht. Mit dabei waren auch die CDU-Mitglieder Jens-Rainer Bohlsen, Martin Janssen und Kai-Uwe Schoon. Die Besichtigung bot spannende Einblicke in ein modernes, offenes pädagogisches Konzept, das Selbstständigkeit, Teilhabe und individuelle Förderung in den Mittelpunkt stellt.
Fokus auf Praxis und Forschergeist
Die Kindergartenleitung führte die Besucher durch das Gebäude, in dem jeder Raum einem spezifischen Schwerpunkt gewidmet ist. Besonders beeindruckt zeigten sich die Politiker von den praxisnahen Lernstationen:
Handwerk & Technik:
Echte Nähmaschinen, Tischler-Werkbänke mit echtem Werkzeug sowie eine Technikecke, in der kleine Mechaniker ein Fahrrad reparieren, fördern handwerkliche Fähigkeiten.
Bio-Forschungsstation:
Hier erforschen die Kinder die Natur hautnah an lebenden Beispielen wie Marienkäfern, Schmetterlingen und Stabheuschrecken.
„Es ist faszinierend zu sehen, mit wie viel Begeisterung die Kinder hier an echten Werkbänken und in der Fahrrad-Ecke handwerkliche Fähigkeiten entwickeln“, zeigte sich Martin Janssen begeistert. „Diese praxisnahen Stationen wecken frühzeitig den Entdeckergeist und das handwerkliche Geschick.“
Teilhabe auf Augenhöhe
Das Thema Inklusion und Teilhabe wird bei den „Veenmäusen“ großgeschrieben und im Alltag kreativ umgesetzt. Ein Beispiel dafür findet sich vor der Mensa: Neben den Fotos der Speisen ist ein Audio-Knopf angebracht. Da die Kinder noch nicht lesen können, erfahren sie so per Knopfdruck selbständig, was es zu essen gibt. Kai-Uwe Schoon hob diesen Ansatz besonders hervor: „Die Idee mit dem Audio-Knopf vor der Mensa zeigt, wie barrierefreie Teilhabe im Alltag der Kleinsten gelingen kann. Die Kinder werden in ihrer Selbstständigkeit gestärkt, lange bevor sie überhaupt lesen können. Das ist gelebte Inklusion auf Augenhöhe.“
Spielerische Förderung statt Prüfungsdruck
Ein besonderes Augenmerk legt die Einrichtung auf eine stressfreie Entwicklungsdiagnostik. Auf das klassische Testverfahren der „Hexe Mirola“, das Kinder oft in eine künstliche Prüfungssituation mit fremden Personen drängt, wird hier bewusst verzichtet. Stattdessen werden Entwicklungsstände spielerisch und komplett integriert im Alltag überprüft. Für die Kinder fühlt es sich schlicht wie normales Spielen an.
„Dass man hier auf das starre Testverfahren der ‚Hexe Mirola‘ verzichtet und stattdessen auf eine spielerische, stressfreie Beobachtung im gewohnten Alltag setzt, ist der absolut richtige Weg“, betonte Jens-Rainer Bohlsen zum Abschluss des Besuchs. „Wir bedanken uns herzlich bei der Kindergartenleitung für die beeindruckende Präsentation und die hervorragende pädagogische Arbeit, die hier täglich für die Kinder in Moormerland geleistet wird.“





